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Buntes Völkergemisch in Belize Belize ist ein Land unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und ethnischer Gruppen. Das Volk der rund 230.000 Belizianer setzt sich aus Kreolen, Garifuna, Mestizen, Spaniern, Maya, Engländern, Mennoniten, Libanesen, Chinesen und Ostindern zusammen. Als Folge der multikulturellen Harmonie und religiösen Toleranz haben sich all diese Gruppen auch miteinander vermischt - und Belize hat die weitverbreitete Reputation erlangt, ein Land freundlicher Menschen zu sein.

Eine der großen ethnischen Gruppen sind die dunkelhäutigen Kreolen. 1991 betrug ihr Anteil an der Bevölkerung 30 Prozent. Sie sind Nachfahren von frühen englischen Siedlern und Sklaven aus Jamaika, die gemeinsam Kinder hatten. Mehr als 40 Prozent der Belizianer sind Mestizen. Sie sind die Nachkommen von Mexikanern und Yucatec-Maya, die Mitte des 19. Jahrhunderts aus Yukatan nach Belize flohen. 6,6 Prozent machen die Garifuna aus, aber ihre Zahl ist seit 1980 kleiner geworden. Die Garifuna (oder Gariguna, wie sie sich selbst nennen) pflegen ihre eigene Sprache und Kultur. Die Yucatec-, Mopan- und Ketchi-Maya sind drei indigene amerikanische Gruppen. Die Chinesen mit rund 6.000 Menschen haben ebenso eigene Siedlungen gegründet wie die Ostinder und Mennoniten.

Am weitverbreitesten als Sprache ist Englisch, fast ebenso das Creole, die Sprache der Kreolen. Aber Spanisch gewinnt zunehmend an Bedeutung. Garifuna, Maya und friesischstämmige Mennoniten sprechen zudem ihre eigenen Sprachen.
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Die Kreolen sind Nachfahren afrikanischer Sklaven, lassen sich aber besser aufrgund ihrer Lebenswerte und -art einordnen als aufgrund biologischer Abstammung.

Zwei Drittel der Kreolen leben in Belize City. Kreolische Männer behielten - auch nach Ende der Sklaverei - ihre beherrschende Rolle in den Holzfällergruppen und dominieren heute noch den öffentlichen Dienst.
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Die ersten Garifuna kamen 1802 von den Bay Islands von Honduras nach Belize. Sie sind Nachfahren akfrikanischer Sklaven, Kariben und einiger Europäer. Garifuna sind die vorherrschende Gruppe in den Städten Punta Gorda und Dangriga sowie in den Dörfern Seine Bight, Hopkins, Georgetown und Barranco. Einige Garifuna leben auch in Belize City und Belmopan.

Fischfang und Landwirtschaft sind die traditionellen Erwerbszweige der Garifuna. Die Garifuna pflegen ihre Rituale und Traditionen, während sie zugleich versuchen, ihren Platz in der belizianischen Gesellschaft zu verteidigen.

Der 19. November ist nationaler Feiertag, um an die Ankunft einer großen Zahl von Garifuna im Jahr 1832 zu erinnern.
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In Belize leben drei Gruppen von Maya: Yucatec, Mopan und Kekchi.

Die Yucatec-Maya stammen aus Yukatan und kamen Mitte des 19. Jahrhunderts nach Belize, als sie vor dem Kastenkrieg, der in ihrer ursprünglichen Heimat tobte, flohen. Jetzt leben sie im Corozal und Orange Walk District. Die Yucatec haben Englisch und Spanisch als Sprachen angenommen, pflegen aber ihre traditionellen Rituale.

Die Mopan-Maya flohen 1886 aus dem Peten in Guatemala vor Steuererhebungen und Zwangsarbeit. Ihre Siedlungen finden sich heute in San Antonio im Toledo District und in anderen Dörfern im Cayo District.

Kekchi-Maya kamen in den 70-er Jahren des 19. Jahrhunderts nach Belize auf der Flucht vor Versklavung durch deutsche Kaffeebarone in Verapaz. Sie siedelten in Flachlandgebieten an den Ufern von Flüssen und Bächen und bildeten kleine isoliert liegende Dörfer im gesamten Toledo District. Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit entwickelten sich die Kekchi-Maya zur selbstständigsten ethnische Gruppe in Belize. Das friedfertige Volk ist für seine Landwirtschaft in Genossenschaftsform und kulturelle Entwicklung bekannt.

Alle Maya-Gruppen haben sich sehr darauf besonnen, ihre kulturelle Identität zu bewahren.

MAYA IN DER VERGANGENHEIT

In Belize gab es die frühesten Siedlungen der Maya, wie Glyphentexte und Ausgrabungsergebnisse beweisen. Archäologen haben im Orange Walk District Spuren erster Besiedlung aus der Zeit 2000 v. Chr. gefunden.

Maya verstanden sich - und tun es noch heute - als Produkte des Ceiba-Baumes. Dieser Baum gilt als Zentrum des Universums, der den Himmel trägt und das Symbol des Lebens ist.

Die Tatsache, dass die Maya in ihr Zahlensystem bereits die Null integriert hatten, ist nur ein Zeichen dafür, welch hochentwickelte Kultur sie besaßen. Ein Schleier des Verborgenen liegt immer noch darüber, warum die Zivilisation so einen rapiden Niedergang nahm.


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Die Mestizen sind Nachfahren von Spaniern und Maya und machen rund 48 Prozent der belizianischen Bevölkerung aus. Ursprünglich kamen sie 1840 aus Yucatan, um dem dortigen Kasten-Krieg zu entgehen. Außerdem vermischten sie sich mit Flüchtlingen, die einem Unterdrückungsregime im Peten entkommen wollten. Die Mestizen sind überall in Belize zu finden, die meisten von ihnen leben aber in den nördlichen Regionen von Corozal und Orange Walk un dim westlichen Distrkt von Cayo.Die Mestizen sind integraler Bestandteil der belizianischen Gesellschaft und sind entscheidend für das Wachstum und den Fortschritt des Landes.
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Über zwei Prozent der Einwohner sind Ostinder. Die ersten kamen 1838 nach Belize als Folge ihrer Emanzipation. Ursprünglich als Konraktarbeiter ins Land gekommen, blieben viele, um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Dort kamen weitere ostindische Emigranten hinzu. Ostinder sind in vielen Dörfern und Städten zu finden, vor allem in den Corozal und Toledo Distrikten, und haben sich gut in die belizianische Gesellschaft integriert.
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Die ersten Chinesen kamen unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg nach Belize, um der japanischen Invasion Chinas zu entfliehen. Viele von ihnen waren zuvor durch die Länder Zenralamerikas gezogen, entschieden sich dann aber für Belize. Sehr viel später ließen sich viele Taiwanesen in Belize nieder und gründeten Unternehmen - als Folge des Ökonomischen Staatsbürgerschaftsprogramms, das die belizianische Regierung aufgelegt hatte.
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Die Mennoniten - ursprünglich aus dem friesischen Raum stammend - begannen 1958, aus Manitoba in Kanada und Chihauhua in Mexiko einzuwandern. Sie ließen sich vor allem in sechs Siedlungen im Orange Walk und im Cayo District nieder: Blue Creek, Shipyard, Little Belize, Progresso, Spanish Lookout und Barton Creek. Mennoniten, die ihr besonderes Plattdeutsch pflegen, sind leicht an ihrer Kleidung zu erkennen: Die Frauen tragen Hauben und lange Kleider, die Männer blaue Latzhosen und Hüte.

Die Mennoniten bestehen darauf, ihre eigenen Schulen, ihre eigene Kirche und ihr eigenes Banksystem in den Gemeinden zu haben. Sie sind erfahrene Landwirte, und die meisten Belizianer profitieren davon, dass die Mennoniten Geflügelprodukte im ganzen Land verkaufen. Möbel aus Mennonitenwerkstätten sind ebenfalls ein Begriff in Belize. Überall im Land gelten die Einwanderer und ihre Nachfahren als hart arbeitende Menschen.
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