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Kurzer Abriss der Geschichte von Belize

Ein kurzer Überblick über die Geschichte von Belize lässt sich am besten in vier Hauptperioden unterteilen. Im folgenden finden Sie Zusammenfassungen über die geschichtlichen Abschnitte. Zudem können Sie sich die vollständige Zeitschiene der belizianischen Geschichte ansehen, und zwar HIER.


Künstlerische Verarbeitung der Vergangenheit: das Leben zu Zeiten der Maya-Hochkultur

Archäologen gehen davon aus, dass zur Blütezeit der Maya-Kultur ein bis zwei Millionen Ureinwohner innerhalb der heutigen Grenzen von Belize lebten. Mächtige Städte wie Caracol, Xunantunich und Lamanai beherrschten die Region, kleine landwirtschaftlich ausgerichtete Dörfer beackerten das Land zwischen den Metropolen. Die Maya-Zeit wird grundsätzlich in die Präklassik (1000 v. Chr. bis 300 n. Chr.), die Klassik (300 bis 900 n. Chr.) und die Postklassik (1000 bis 1500 n. Chr.) eingeteilt. Während der Klassik entfaltete die Maya-Zivilisation ihre größte Wirtschaftskraft und ihr höchstes kulturelles Niveau. In der Postklassik ist der rapide Niedergang bis nahezu zum Verschwinden zu verzeichnen.

Noch weiß niemand hundertprozentig, was zum Niedergang der Maya-Zivilisation führte. In Frage kommen Kriege, der Verlust des Selbstvertrauens, Hungersnöte oder eine Serie von Naturkatastrophen.



Baumstämme auf dem Belize River

Christoph Kolumbus segelte 1502 entlang der zentralamerikanischen Küste. Er nannte die Bucht, die an den südlichen Teil des belizianischen Barriereriffs grenzt, Bucht von Honduras (im Englischen Bay of Honduras).

Die ersten Siedler in Belize waren englische Puritaner. Sie installierten Handelsstationen entlang der belizianischen Küste. Verschiedene Gruppen schiffbrüchiger Seeleute, Freibeuter und Piraten gründeten feste Basen, von denen aus sie spanische Galeonen überfielen, die Gold und Silber aus Mittelamerika nach Europa transportierten. Dies geschah nur kurz, bevor Holzeinschlag zum wichtigsten Geschäft in Belize wurde.

Die rauhen Gesellen der damaligen Zeit nannten sich selbst Baymen nach der Bay of Honduras. Spanien unternahm immer wieder Versuche, die britischen Freibeuter von dem eigentlich spanischen Territorium zu vertreiben. Schließlich aber einigte man sich 1763 und 1786 in Verträgen darauf, dass den Briten erlaubt wurde, weiter Holz einzuschlagen, wenn sie im Gegengeschäft dafür sorgten, die spanischen Galeonen vor den Piraten zu schützen.



Nachspielen der Ankunft der Garinagu in Belize - am 19. November in Dangriga In den 40-er Jahren des 19. Jahrhunderts erklärte Großbritannien Belize zu seiner Kolonie unter dem Namen British Honduras. Die Entwicklung des Landes verlief nun organisierter, langsam entstand eine multikulturelle Gesellschaft aufgrund einer ganzen Reihe von Veränderungen. Die europäischen Siedler begannen zum Beispiel freigelassene Sklavinnen zu heiraten. Dies war die Geburtsstunde der kreolischen Mehrheit, die bis heute die Bevölkerungsstruktur entscheidend prägt. Im Norden von Belize begannen Mexikaner, kleine Farmen zu bewirtschaften.

Im Süden fanden in den Bergen der Maya Mountains Flüchtlinge der Kekchi- und Mopan-Maya eine neue Heimat. Ein kleiner Trupp von Veteranen des amerikanischen Bürgerkrieges ließen sich an der Küste nieder und gründeten das heutige Punta Gorda. Und von den Bay Islands vor Honduras wanderten die Garifuna ein und siedelten entlang der Küste.



Swing Bridge in Belize City

Im frühen 19. Jahrhundert war die Bevölkerungszahl von Belize auf rund 40.000 angewachsen. Aber die Wirtschaftskraft war schwach, ein verheerender Hurrikan zerstörte 1931 Belize City. In der 30-er Jahren war die ökonomische Lage so schlecht, dass die Einwohnerinnen und Einwohner begannen, die Unabhängigkeit zu fordern. 1954 erhielten alle Erwachsenen das Stimmrecht. 1961 begann England, den Prozess einzuleiten, um Belize einen souveränen Staat werden zu lassen.

1973 erhielt die Kolonie einen neuen Namen: Jetzt hieß das Land nicht mehr Britisch-Honduras, sondern in Belize. Am 21. September 1981 schließlich wurde die Unabhängigkeit von Belize erklärt.

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