Der abgelegene alte Maya-Tempel El Pilar ist dreimal so groß wie Xunantunich und wird bis heute ausgegraben. Der Schwerpunkt liegt hier darauf, Reisenden zu zeigen, wie gewöhnliche Maya lebten, indem man einfache Wohnhäuser freilegt und Gärten sowie Feldfrüchte anlegt, wie sie von den Maya genutzt wurden. El Pilar war von 800 v. Chr. bis 1000 n. Chr. bewohnt und zählte einst über 20.000 Einwohner. Um einen Einblick in das Leben der einfachen Maya zu erhalten, ist El Pilar genau der richtige Ort.
El Pilar ist eine der größten Maya-Stätten der klassischen Periode in Belize. Das Zentrum verfügt über einen klar abgegrenzten städtischen/zeremoniellen Bereich, der sowohl private als auch öffentliche Zonen umfasst. Mit 15 Innenhöfen oder Plätzen lässt die Komplexität des Zentrums von El Pilar darauf schließen, dass die Stätte während der späten klassischen Periode von beträchtlicher regionaler Bedeutung war. Auch außerhalb des zentralen Bereichs ist die Siedlungsdichte sehr hoch, was darauf hindeutet, dass im Einzugsgebiet der Stätte eine große Bevölkerung lebte. Im Zentrum der Stätte befinden sich mehrere große Tempel, Paläste und Gebäude der Elite. Das höchste Bauwerk ragt etwa 18 Meter über den Platz hinaus. Zu den weiteren architektonischen Merkmalen gehören mindestens ein Ballspielplatz und mehrere Wasserreservoirs, die der Wasserspeicherung dienten. Obwohl die archäologischen Arbeiten in El Pilar begrenzt waren, wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die natürliche Waldumgebung der Stätte zu erhalten. Östlich des Kernbereichs der Stätte, in einem als „Gartenbereich“ bekannten Abschnitt, wurde ein kleiner Wohnplatz erhalten, um die Lebensweise der Maya-Haushalte und ihre Verbindung zur Flora, Fauna und natürlichen Ökologie zu veranschaulichen.
Wusstest du schon?
El Pilar ist eine der größten Maya-Stätten im Belize-Tal und liegt etwa 50 Kilometer von der bedeutenden prähistorischen Stadt Tikal in Guatemala entfernt.